Ihr Auto soll mehr können und weniger verbrauchen? Dann ist Eco-Tuning genau die richtige Maßnahme für Sie. Das ökologische Tuning setzt auf die Minderung des Verbrauchs durch gezieltes Chiptuning. Dabei wird die Fahrzeugelektronik derart modifiziert, dass im Endeffekt weniger Sprit verbraucht und somit auch weniger Emissionen produziert werden. Sofern Sie Ihren Fahrstil auch ein wenig anpassen, können entsprechende Effekte durch Eco-Tuning durchaus zielführend sein.

Was sind Tuning und Chiptuning?

chip tuning
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Wer kein normales Auto von der Stange fahren will, will sich mittels Tuning ein wenig oder auch ein wenig mehr von der Masse abheben. Das Tuning setzt auf äußerliche Veränderungen (Lack, Reifen, Spoiler, Karosserie-Modifikationen), aber auch auf die inneren Werte. Beim Motortuning nämlich wird nicht das Aussehen, sondern die Fahrleistung eines Autos verändert - verbessert im Idealfall. Das Auto wird schneller, kann besser bremsen und/oder liegt besser auf der Straße. Vor allem beim Motortuning setzten Werkstätten auf das Chiptuning, bei dem die elektronische Motorsteuerung modifiziert wird.  

Was ist Eco-Tuning?

Eco-Tuning ist ein besonderer Ansatz, der im Zuge des neuen Umweltbewusstseins der Autofahrer Anfang des Jahrtausends aufkam und auf der Essen Motor Show 2005 ihren großen Durchbruch erlebte. Eco-Tuning - auch als Ökotuning bekannt - setzt auf Modifizierung der Motorelektronik, also Chiptuning, um den Verbrauch zu verringern. Die Motorleistung wird beim Eco-Tuning in der Regel nicht beeinträchtigt.

Ansätze des Eco-Tunings

eco tuning
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Durchaus ein wichtiger Spagat: Verbrauch senken, Motorleistung nicht. Das erreicht eine gute Autowerkstatt unter anderem durch folgende weit verbreitete Ansätze:

  • Reduktion der Lastwechselreaktion durch Reduktion zusätzlicher Einspritzvorgänge
  • Adaption des Zündkennfeldes bei Dieselmotoren für niedrigeren Kraftstoffverbrauch und geringeren Schadstoffausstoß
  • Weniger Kaltstartanfettung bei Dieselmotoren für schneller erreichte Betriebstemperatur
  • Geringere Voreinspritzungen bei Dieselmotoren um "Nageln" zu verhindern
  • Verhinderung des "Anfütterns" bei Turbodieselmotoren bei gleichzeitiger Späteinspritzung für konstant hohe Drehzahl
  • Bei Ottomotoren: direktes Einsetzen der Schubabschaltung und dadurch Senkung des Kraftstoffverbrauchs

Wie wirksam ist Eco-Tuning wirklich?

Diese und auch weitere Maßnahmen ergeben rein technisch-mechanisch schon einen Sinn; das aber auch nur, sofern die Fahrweise des Autobesitzers nicht auf Kraftstoffeinsparen ausgelegt ist. Kritiker des Eco-Tunings sagen daher nicht zu Unrecht, dass Eco-Tuning im Prinzip durch schonende Fahrweise ersetzt werden könnte. Nun ist es aber in der Tuning-Szene so, dass hier generell eher eine nicht-kraftstoffsparende Fahrweise bevorzugt wird. Durch das Eco-Tuning kann hier wenigstens entgegengewirkt werden.

Zu hohe NOx-Emissionen durch Eco-Tuning?

Zudem kann Eco-Tuning auch dazu führen, das "natürliche Gleichgewicht" zwischen Thermodynamik und Stickstoffemissionen zu stören. Dieses Gleichgewicht wird nämlich von den meisten Motorenherstellern leicht über dem thermodynamischen Optimalpunkt betrieben, wodurch aber die Emissionen verringert, bzw. im erlaubten Rahmen gehalten werden. Dieser Rahmen könnte durch Eco-Tuning gesprengt werden.

Trotzdem durch Eco-Tuning sparen?

Wenn Sie eine gute Werkstatt in Ihrer Nähe finden, werden die Kfz-Profis dort all dies bereits wissen und beim Eco-Tuning berücksichtigen. Durch Maßnahmen wie Drehmomentsteigerung oder Kennfeldoptimierung sind bei entsprechender Fahrweise durchaus Kraftstoffeinsparungen von bis zu 15 % möglich. Diese Prozent können mit der Fahrweise und auch der gefahrenen Streckenart (Stadt- vs. Fernverkehr) schwanken. Sofern Sie aber nicht an jeder Ampel Ihren Wagen im zweiten Gang bis 80 km/h hochziehen, können Sie durch modernes Eco-Tuning wirklich Kraftstoff sparen.

Ersparnis und Kosten für Eco-Tuning

Für eine Investition zwischen durchschnittlich 130 und 500 € können Sie bereits ins Chip-basierte Eco-Tuning einsteigen, die Leistung Ihres Fahrzeugs steigern und gleichzeitig den Verbrauch senken. Hier sind durchaus 10 PS mehr, aber 1 Liter auf 100 km weniger drin - das rechnet sich innerhalb eines Autojahres durchaus!


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