>Mehrwertsteuer-Senkung bei Werkstätten

Mehrwertsteuer-Senkung: Dann können Sie sparen

Die Bundesregierung hat aufgrund der Corona-Pandemie beschlossen, dass die MwSt. ab dem 01.07.2020 vorübergehend gesenkt wird. Bis zum 31.12.2020 wird die Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent und von 7 auf 5 Prozent gesenkt – auch für Handwerksbetriebe. Wie mithilfe der Mehrwertsteuer-Senkung Werkstattaufträge deutlich günstiger werden und wie Sie am meisten von der Corona MwSt.-Senkung profitieren, erfahren Sie hier.

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Darum lohnt sich die Mehrwertsteuer-Senkung

Der ermäßigte Steuersatz ist Teil des Corona-Konjunkturpakets der Bundesregierung und soll dazu dienen, die angeschlagene Wirtschaft anzukurbeln. Bei ohnehin sehr günstigen Produkten lohnt sich die Mehrwertsteuer-Senkung kaum, doch auch im Bereich der Werkstätten machen drei Prozent weniger MwSt. oftmals einen deutlichen Unterschied in der zu zahlenden Endsumme.

Ohne Vollkaskoversicherung kann der Austausch einer Frontscheibe bspw. zwischen 300 und 800 Euro kosten. Und auch in anderen Fällen können die Kosten für einen Steinschlag höher ausfallen als geplant, denn hin und wieder werden Zusatzkosten in Höhe von bis zu 250 € fällig, wenn etwa Fahrassistenzsysteme neu kalibriert werden müssen. Kostet der Scheibenwechsel z. B. 700 €, dann sparen Sie mit der MwSt.-Senkung 17,65 €.

Doch nicht nur Autoreparaturen können hohe Kosten veranschlagen, sondern auch verschönernde Maßnahmen wie etwa eine Lackierung. Die Kosten für eine Autolackierung betragen bei der Motorhaube zwischen 250 und 500 Euro. Eine Komplettlackierung des Wagens kann sogar bis zu 5.000 € kosten. Hier können Sie durch die Steuersenkung ganze 126,05 € sparen!

Und auch in anderen Handwerkbereichen kann es sich als günstig erweisen, in den nächsten Monaten aktiv zu werden und langgehegte Wünsche und Baupläne zu realisieren. In unserem Tischler-Fachportal www.11880-tischler.com erfahren Sie bspw., wie hoch die Kosten für ein Carport ausfallen. Unser Heizungs-Fachportal www.11880-heizung.com verrät Ihnen derweil die Kosten für eine Fußbodenheizung .

Wie funktioniert die MwSt.-Senkung?

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Wer clever plant, kann jetzt einiges an Geld sparen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass auch die Händler und Dienstleister die Steuersenkung an den Kunden weitergeben. Zudem bedeutet das für viele Unternehmen erst einmal Mehrarbeit, schließlich müssen die Preise neu ausgezeichnet und im Kassensystem umgestellt werden. Ersteres kann aber dank einer Billigkeitsregelung umgangen werden, indem beim Bezahlen ein pauschaler Rabatt gewährt wird.

Das betrifft den Handwerker-Bereich zwar weniger, dafür müssen sich Kfz-Mechatroniker und Co. mit bereits geschriebenen Rechnungen und erteilten Aufträge auseinandersetzen.

Auftrag vorher erteilt

Wurde der Auftrag vor dem 01.07.2020 erteilt, die Leistung wird aber erst zwischen dem 1. Juli 2020 und 31. Dezember 2020 erbracht, dann profitieren Sie von der MwSt.-Senkung.

Durchführung zwischen dem 7. Juli 2020 und 31. Dezember 2020

Alle durchgeführten Dienstleistungen und Einkäufe zwischen dem 7. Juli 2020 und 31. Dezember 2020 unterliegen der MwSt.-Senkung.

Anzahlungen

Alle Anzahlungen, die zwischen dem 01.07.2020 und dem 31.12.2020 getätigt werden, unterliegen erst einmal dem verringerten Mehrwertsteuersatz.

Fand die Anzahlung bereits vor dem 1. Juli 2020 statt, muss nachträglich eine Steuerentlastung von 3 % bzw. 2 % erfolgen. Wird die Leistung dagegen erst nach dem 31. Dezember 2020 erbracht, müssen die getätigten Anzahlungen im Nachhinein noch nachversteuert werden.

Wenn bereits sicher feststeht, dass die Leistung erst im nächsten Jahr vollbracht wird, kann die Anzahlung auch mit dem gewohnten Steuersatz von 19 % bzw. 7 % erfolgen.
Wichtig ist demnach der genaue Zeitpunkt der erbrachten Leistung, auch die der Teilleistungen. Bei langwierigen Bauprojekten können Bauleistungen durchaus länger als ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Planen Sie daher lieber zügig, um den vorgegebenen Zeitrahmen einzuhalten.

Gutscheine

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Einige Handwerksbetriebe verkaufen derzeit verstärkt Gutscheine. Handelt es sich hierbei um Einzweckgutscheine, werden bereits beim Gutscheinkauf 19 % MwSt. fällig. Wird der Gutschein dann ab dem 1. Juli 2020 eingelöst, wird auf der Rechnung der verringerte Steuersatz 16 % berechnet.

Folge: Die Betriebe müssen sich die zu viel gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt zurückholen. Bei Mehrzweckgutscheinen wird die Umsatzsteuer dagegen erst zum Zeitpunkt der Einlösung berechnet.

Fazit

Die Mehrwertsteuer-Senkung ist vor allem für diejenigen interessant, die kostspieligere Anschaffungen oder Bauprojekte planen. Achten Sie allerdings darauf, dass die Leistungen noch in diesem Jahr erfolgen, um von der MwSt.-Senkung zu profitieren.


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